Früher Alkoholkonsum macht Teenager schneller abhängig



Boston - Je früher Teenager Erfahrungen mit Alkohol machen, desto größer ist die Gefahr einer späteren Abhängigkeit, zu der es schon im frühen Erwachsenenalter kommen kann. Die Studie in den Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine (2006; 160: 739-746) spricht deshalb für einen konsequenten Jugendschutz. Hirnforscher warnen vor den deletären Folgen von Alkoholintoxikationen in der Pubertät.

Die Zahlen, die Ralph Hingson vom Youth Alcohol Prevention Center in Boston vorstellt, sind in der Tat beunruhigend. Fast jeder zweite US-Teenager, der vor dem 14. Lebensjahr angefangen hatte, Alkohol zu trinken, hatte im Erwachsenenalter ein Abhängigkeitsproblem im Sinne des DSM-IV. Hingson wertete die Daten einer repräsentativen Umfrage aus, die zwischen 2001 und 2002 in den USA durchgeführt worden war.

43.093 Erwachsene gaben Auskunft über ihren Alkoholkonsum. Dabei ging es auch um die ersten Erfahrungen, die US-Teenager offenbar recht früh machen. 28 Prozent der Befragten hatten bereits vor dem 13. Lebensjahr Alkohol getrunken. Da das Gehirn in der Pubertät eine kritische Entwicklung durchläuft, gilt der Alkoholkonsum in dieser Zeit als besonders schädlich. Jeder "alkoholische Blackout?, das hat der US-Forscher Aaron White von der Duke Universität in Durham schon vor Jahren herausgefunden, kann hier zu bleibenden kognitiven Schäden führen, weil der Hippokampus, der Gedächtnis-Chip im Gehirn, besonders anfällig auf Alkohol reagiert. 

Die aktuelle Umfrage offenbart, dass Alkoholprobleme in den USA sehr verbreitet sind. Hochgerechnet gelten 26 Millionen Amerikaner als abhängig im Sinne der DSM-IV-Kriterien, wobei eine klare Korrelation zum ersten Alkoholkonsum besteht. Von den Befragten, die vor dem 14. Lebensjahr das erste Mal mit alkoholischen Getränken in Berührung kamen, haben nach der Auswertung von Hingson 46 Prozent ein Alkoholproblem. Bei den Personen, die erstmals im Alter von 21 Jahren Alkohol getrunken hatten, waren es nur 9 Prozent. Je früher sie begannen, desto größer war das Abhängigkeitsrisiko und umso früher setzte die Abhängigkeit ein. Wer vor dem 14. Lebensjahr bereits alkoholische Getränke zu sich nahm, hatte zu 27 Prozent innerhalb von 10 Jahren ein Alkoholproblem. Wer alkoholische Getränke erst als Erwachsener kennen lernte, hatte nur zu 4 Prozent nach 10 Jahren ein Alkoholproblem.

Denkbar ist, dass früher Alkoholkonsum nicht die Ursache der Abhängigkeit ist, sondern lediglich ein Marker. Möglich wäre, dass Menschen, die zu einem Suchtverhalten neigen, eher mit Alkohol in Berührung kommen. Ganz ausschließen lässt sich diese Umkehrung der Kausalitätskette in einer Querschnittsstudie nicht. Hingson und Mitarbeiter haben aber andere bekannte Risikofaktoren für einen Alkoholismus wie ?Vorbilder? in der Familie, Verhaltensauffälligkeiten in der Kindheit, Depressionen, Rauchen oder Drogenkonsum in ihre Berechnungen einfließen lassen. Das Ergebnis blieb das gleiche, sodass Hingson fest davon überzeugt ist, dass der frühe Alkoholkonsum tatsächlich das Risiko auf eine spätere Abhängigkeit erhöht./rme 

Quelle:“rztblatt

 

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